Die grössten Schäden entstehen im Larvenstadium. Neben der Verunreinigung von Lebensmitteln können die Larven Gänge durch Holz, Mörtel und weiche Metalle bohren.
Dermestes lardarius, allgemein als Speckkäfer bekannt, ist ein schwarzer Käfer von etwa 1/3 Zoll Länge mit einem breiten, hellbraunen, schwarz gefleckten Band auf dem vorderen Teil der Flügeldecken.
Die Larven sind rötlich-braun und dicht mit kurzen und langen Haaren bedeckt. Am oberen Ende des Hinterleibs besitzen sie zwei gebogene Dornen.
Diese Insekten überwintern häufig in Rindenritzen oder anderen geschützten Bereichen. Im frühen Frühling werden die adulten Käfer von toten Insekten angezogen und dringen in Gebäude ein, um Eier abzulegen. Während der Sommermonate legen die Weibchen mehr als 100 Eier ab, deren Inkubationszeit weniger als 12 Tage beträgt.
Die Larven, die verdorbenes Fleisch bevorzugen, fressen kontinuierlich bis zur vorletzten Häutung. Männliche Larven häuten sich bis zu fünfmal, weibliche bis zu sechsmal. Zur Verpuppung bohren sich die Larven in nahegelegene Materialien, bevorzugt in der Nähe der Nahrungsquelle.
Das Puppenstadium dauert je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit zwischen 3 und 7 Tagen. Unter idealen Bedingungen kann eine Generation innerhalb von 40–50 Tagen abgeschlossen werden.
Diese Art kommt häufig in Museen, landwirtschaftlichen Betrieben, Wohngebäuden, Lederverarbeitungsbetrieben sowie in Industrien zur Herstellung von Tierfutter vor. In der freien Natur bevorzugt sie Vogelnester sowie Tierkadaver wie tote Vögel oder Nagetiere.
Sowohl adulte Tiere als auch Larven ernähren sich von proteinreichen Nahrungsquellen, darunter gepökeltes und verdorbenes Fleisch, getrockneter Fisch, Tierfutter, tote Insekten wie Schmeissfliegen und Boxelder-Wanzen, Felle, Federn, Leder, Käse, tote Nagetiere und Vögel in Kaminen oder Hohlräumen sowie sogar vergiftete Köder für Nagetiere.
Der Speckkäfer verursacht die grössten Schäden im Larvenstadium. Neben der Kontamination von Lebensmitteln können die Larven Gänge in Holz, Mörtel und weiche Metalle bohren.
Die Larven verunreinigen Materialien durch Häutungsreste und Borsten, die im befallenen Material zurückbleiben können. Schäden treten sowohl in Privathaushalten als auch in Lebensmittelbetrieben auf.