Niedlich, intelligent und listig wie ein Wiesel ist der Steinmarder (Martes foina) in weiten Teilen Zentralasiens und Europas heimisch; zudem existiert eine wilde Population in Nordamerika.
Steinmarder variieren in der Farbe von hell graubraun bis dunkelbraun. Unter dem Kinn kann sich ein weißer Fleck befinden, der sich vom Hals bis zur Brust erstreckt. In einigen östlichen und südlichen Regionen fehlt diese Zeichnung. Jungtiere haben graues Rückenfell.
Der Steinmarder ist etwa so groß wie eine Hauskatze, besitzt jedoch einen schlankeren Körper. Männchen haben deutlich größere Streifgebiete als Weibchen. Der Gang variiert je nach Geschwindigkeit.
Beim Laufen setzen die Hinterpfoten an derselben Stelle auf wie die Vorderpfoten. Beim Jagen überrascht der Steinmarder seine Beute durch Anspringen. Als hervorragender Kletterer erreicht er auch Vogelnester.
Der Steinmarder lebt überwiegend einzelgängerisch, außer in Familienverbänden und während der Paarungszeit. Er ist nachtaktiv, kann jedoch während der Fortpflanzungszeit auch tagsüber beobachtet werden.
Er ist territorial und kommuniziert hauptsächlich über Duftmarkierungen. Während der Paarungszeit sind häufig Laute zu hören.
Steinmarder sind polygynandrisch. Die Paarung erfolgt von Juni bis August, mit einer Tragzeit von 7,5–9 Monaten. Ein Wurf umfasst 2–4 Jungtiere, die ausschließlich von der Mutter aufgezogen werden. Die Jungen sind bei der Geburt nackt und blind, werden mit zwei Monaten entwöhnt und mit etwa einem Jahr selbstständig.
Der Steinmarder ist in weiten Teilen Europas und Zentralasiens verbreitet: von Dänemark bis Spanien, von Italien bis zum Himalaya und zur Mongolei.
Eine Population existiert auch in Wisconsin (USA). Bevorzugt werden felsige Gebiete und offene Laubwälder, häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen, wo Gebäude als Unterschlupf dienen.
Der Steinmarder ist Allesfresser und ernährt sich von kleinen Säugetieren, Früchten und Eiern.
Pflanzliche Nahrung wie Kirschen, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Trauben und Beeren überwiegt besonders im Winter.
Außerdem frisst er Ratten, Mäuse und Geflügel sowie verschiedene Vogelarten und plündert deren Nester.
Obwohl der Steinmarder in einigen Ländern als Schädling gilt, spielt er eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Nagetieren.
Er kann jedoch Schäden an Fahrzeugen verursachen, insbesondere im Frühjahr, indem er Kabel und Schläuche im Motorraum durchbeißt.