Flöhe (Ctenocephalides canis) sind holometabol, das heisst, sie durchlaufen folgende Lebensphasen: Ei, Larve (drei Larvenstadien), Puppe und Adulttier.
Der Lebenszyklus von Ctenocephalides canis kann in zwei bis vier Wochen abgeschlossen sein, was mehrere Generationen innerhalb eines einzigen Jahres ermöglichen kann. Die Adulttiere sind somit das ganze Jahr über auf den Wirtstieren vorhanden; der Befall erreicht seinen Höhepunkt im Spätsommer und/oder frühen Herbst.
Adulte Hundeflöhe sind klein (2,0–3,25 mm), flügellos, seitlich abgeflacht und stark chitiniert. Sie besitzen Genal- und Pronotal-Kämme, grosse schwarze Augen sowie 5-gliedrige Labialpalpen.
Obwohl Hundefloh und Katzenfloh sehr ähnlich aussehen, dient der Kamm am ventralen Kopfrand (das Genalctenidium) zur Unterscheidung von Ctenocephalides canis und dem Katzenfloh Ctenocephalides felis. Auch die Grösse der ersten beiden Genalstacheln unterscheidet die Arten: Bei Ctenocephalides canis ist die erste (äussere) Genalstachel deutlich kürzer als die zweite. Bei Ctenocephalides felis ist die erste Genalstachel gleich lang oder nur wenig kürzer als die zweite.
Eine Blutmahlzeit ist notwendig, damit ein begattetes, adultes Floh-Weibchen Eier produzieren und ablegen kann. Ein einzelnes Weibchen kann im Laufe seines Lebens mehrere Hundert Eier produzieren. Floheier sind 0,1 bis 0,5 mm lang, perlenweiss, oval, glatt und nicht klebrig.
Die Weibchen legen die Eier kontinuierlich, solange sie sich auf dem Wirt befinden. Laut einer Studie von Baker und Elharam ist das Schlüpfen der Eier bei 25°C und 75% Luftfeuchtigkeit am erfolgreichsten. Unter diesen Bedingungen dauert es drei bis vier Tage; die Eier können jedoch bis zu einer Woche benötigen.
Flöhe können auf jedem warmblütigen Tier leben, scheinen jedoch Menschen, Katzen, Hunde, Opossums, Ratten und andere Nagetiere zu bevorzugen, ebenso Kojoten, Wölfe, Murmeltiere, Kaninchen, Graufüchse und Rotfüchse. Sie können auch an Schuhen, Hosen oder Decken, in Zwingern sowie an Orten vorkommen, an denen Tiere befallen werden können.
Flöhe ernähren sich ausschliesslich vom Blut von Menschen oder Tieren. Blut wird auch für die Fortpflanzung benötigt. Flohlarven haben jedoch andere Ernährungsbedürfnisse als adulte Flöhe, die sich nur von frischem Blut ernähren.
Wenn diese Insekten ein Tier befallen, sieht man oft, wie sie sich schnell durch das Fell von Hund oder Katze bewegen. Das ständige Kratzen aufgrund des Juckreizes kann sichtbare Stellen und Haarausfall verursachen: Die Haut wirkt gerötet und gereizt. Flöhe können zudem Hautallergien auslösen und weitere Parasiten, wie z. B. Bandwürmer, auf den Hund übertragen.