Die Tineola bisselliella verursacht Schäden an Kleidern, und das Larvenstadium ist die schädigende Phase: Die Larven ernähren sich von Wollkleidung, Teppichen, Auslegeware, Polstermöbeln, Pelzen, gelagerten Wollartikeln, Tierborsten in Bürsten usw.
Die Kleidermotte (Tineola bisselliella) ist eine kleine Motte, die Kleidungsstücke und Textilien allgemein befällt. Sie versteckt sich oft, wenn sie gestört wird. Deshalb merkt man einen Befall manchmal erst, wenn Textilien, Pelze oder federhaltige Gegenstände bereits beschädigt sind. Bei einer sorgfältigen Kontrolle lassen sich jedoch häufig seidenartige Gespinste erkennen, die von den Larven gesponnen wurden.
Das erwachsene Tier trägt rötlich-goldene Haare auf dem Kopf. Eine Reihe goldener Haare säumt die Flügel, die eine Spannweite von etwa 12 mm haben. Da diese Motten nicht vom Licht angezogen werden, findet man sie meist direkt bei den befallenen Gegenständen, zum Beispiel in einem dunklen Bereich des Kleiderschranks.
In Ruhestellung sind Kleidermotten nur etwa 6–7 mm lang, während die meisten lebensmittelbefallenden Motten ungefähr doppelt so lang sind. Kleidermotten fliegen in der Regel nur in unmittelbarer Nähe des Hauses, in dem der Befall auftritt. Ihr Flugmuster ist typisch: Sie flattern eher, als dass sie geradlinig und gleichmässig fliegen, wie es bei Lebensmittelmotten der Fall ist.
Die Larven tragen beim Fressen immer ein Seidengehäuse mit sich. Sie verlassen dieses Gehäuse nie, sondern vergrössern es mit dem Wachstum. Der Kot dieser Art kann Farbstoffe aus den gefressenen Textilfasern enthalten.
Die Weibchen legen im Durchschnitt 40 bis 50 Eier über einen Zeitraum von 2–3 Wochen und sterben nach der Eiablage. Die Männchen leben länger als die Weibchen und paaren sich während ihres restlichen Lebens weiter. Ein klebriges Sekret haftet die Eier an Textilfasern. In der warmen Jahreszeit schlüpfen die Eier nach 4–10 Tagen.
Die Larven häuten sich je nach Innentemperatur und verfügbarem Futter 5 bis 45 Mal. Die Larvenphase dauert zwischen 35 Tagen und bis zu zweieinhalb Jahren. Die Larven sind glänzend weiss, die Kopfkapseln sind dunkel gefärbt.
Während sie fressen, spinnen sie Gespinste und bilden einen temporären Seiden-Fresstunnel sowie ein dauerhaftes Seidengehäuse, das sie beim Umherwandern mit sich tragen. Wenn die Larven bereit sind, sich zu verpuppen, entfernen sie sich von der Nahrungsquelle und suchen Ritzen und Spalten. Bei der Kleidermotte findet die Verpuppung in einem Seidenkokon statt, meist direkt auf dem Textil.
Die Puppenphase dauert im Sommer 8–10 Tage und im Winter 3–4 Wochen. Beheizte Gebäude ermöglichen die Entwicklung auch während der Wintermonate. Insgesamt beträgt die Entwicklungszeit von Ei zu Ei meist vier bis sechs Monate, und es gibt in der Regel zwei Generationen pro Jahr.
Bevorzugte Lebensräume sind Wohnungen, Hotels, Verarbeitungsräume, Museen sowie Lager. Kurz: Orte mit Schränken, Teppichen, Polstermöbeln und Textilien, die für die Fortpflanzung genutzt werden können.
Tineola bisselliella verursacht Schäden an Kleidern, und das Larvenstadium ist die schädigende Phase: Die Larven ernähren sich von Wollkleidung, Teppichen, Auslegeware, Polstermöbeln, Pelzen, gelagerten Wollartikeln, Tierborsten in Bürsten, Wollfilz in Klavieren sowie Fischmehl in Fischfutter. Sie können sich auch von synthetischen Stoffen oder Baumwollmischgeweben ernähren, wenn diese Gewebe ebenfalls Wolle enthalten.
Die Larven können auch Baumwollfasern verwenden, um ihre Puppen zu bauen. Schäden zeigen sich meist an versteckten Stellen, etwa unter Kragen oder Manschetten, in Spalten von Polstermöbeln oder in Teppichbereichen unter Möbeln. Befallen werden dabei immer und ausschliesslich Textilien tierischen Ursprungs – nicht synthetische.