Sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten und anderen zuckerhaltigen Substanzen und werden auch von gärenden Zuckern in alkoholischen Getränken angezogen.
Die adulte Drosophila melanogaster (Fruchtfliege) ist gelblich-braun gefärbt und etwa 3 mm lang sowie 2 mm breit. Sie besitzt einen abgerundeten Kopf mit großen roten Facettenaugen, drei kleineren Punktaugen und kurzen Antennen.
Die Weibchen sind etwas größer als die Männchen. Schwarze Streifen auf der Rückseite des Abdomens ermöglichen die Geschlechtsbestimmung. Männchen weisen eine stärkere schwarze Färbung am Hinterende des Abdomens auf.
Wie andere Fliegen besitzen Fruchtfliegen nur ein Flügelpaar, das aus dem mittleren Thoraxsegment wächst. Die Larven sind sehr klein, weiß und besitzen weder Beine noch einen klar ausgeprägten Kopf.
Die Fortpflanzung dieser Art erfolgt sehr schnell. Ein einzelnes Fliegenpaar kann innerhalb weniger Wochen Hunderte von Nachkommen erzeugen. Die Entwicklung ist stark temperaturabhängig, und die Nachkommen erreichen innerhalb weniger Tage die Geschlechtsreife.
Männliche Fliegen besitzen sogenannte Geschlechtskämme an den Vorderbeinen, mit denen sie das Abdomen und die Genitalien des Weibchens greifen und vor der Paarung die Flügel spreizen.
Die Eier werden auf Früchten abgelegt und schlüpfen zu Larven, die sofort mit dem Verzehr der Frucht beginnen. Der gesamte Lebenszyklus dauert bei optimaler Temperatur etwa zehn Tage.
Die Fliegen durchlaufen eine vollständige Metamorphose: Ei, Larve, Puppe und adultes Insekt. Nach der Umwandlung in der Puppenphase schlüpft die erwachsene Fliege.
Drosophila melanogaster ist häufig in und um menschliche Siedlungen anzutreffen – sowohl in Großstädten als auch in landwirtschaftlichen Gebieten. Sie besiedelt Küchen, in denen reife Früchte, organische Abfälle und Kompost leicht zugänglich sind.
Besonders gut vermehrt sie sich in Bananen. Weitere Wirtspflanzen sind Mangos, Papayas und Äpfel. Auch andere afrikanische Obstbaumarten dienen als Brutstätten.
Die Art ist in den tropischen Regionen der Alten Welt weit verbreitet und kommt in fast allen gemäßigten Klimazonen vor. In kalten Wintermonaten sucht sie Schutz vor niedrigen Temperaturen.
Fruchtfliegen werden von Hefen angezogen, die bei der Zersetzung pflanzlicher Materialien entstehen. Auch Pflanzensaft, überreife Produkte und Pilze gehören zu ihrer Nahrung.
Sie durchbohren die Schale reifer Früchte und Gemüse, um Eier abzulegen und sich zu ernähren. Neben Früchten bevorzugen sie andere zuckerhaltige Substanzen sowie gärende Zucker in alkoholischen Getränken.
Besonders Bananen ziehen Fruchtfliegen an, weshalb sie häufig Küchen befallen, in denen Obst offen liegt.
Die Larven der Fruchtfliegen sind gefürchtet, da sie Früchte und Gemüse schädigen, Fäulnis verursachen und zum Abfallen der Früchte führen. Sie befallen zahlreiche Kulturen, darunter Sommerfrüchte, Zitrusfrüchte, Äpfel, Birnen, Beeren, Trauben, Oliven, Tomaten, Peperoni, Auberginen und Mangos. Die Weibchen legen ihre Eier direkt in das reife Fruchtfleisch.