Die Orientalische Schabe ernährt sich oft von Abfällen, Abwasser oder verrottender organischer Substanz und frisst nahezu alles, bevorzugt jedoch stärkehaltige Nahrung.
Orientalische Schaben (Blatta orientalis) werden häufig als „Schwarzkäfer“ oder Kakerlaken bezeichnet. Dieses Insekt ist glänzend schwarz und etwa 3 cm lang. Obwohl Flügel vorhanden sind, können weder Männchen noch Weibchen fliegen. Die Weibchen besitzen kleine, funktionslose Flügel, während die Flügel der Männchen etwa drei Viertel des Hinterleibs bedecken. Erwachsene Tiere sind dunkelbraun bis schwarz.
Ein Weibchen produziert im Durchschnitt acht Eikapseln während seines Lebens. Jede Eikapsel (Oothek) enthält etwa 16 Eier, die paarweise vertikal angeordnet sind. Die Eikapsel wird 12 Stunden bis zu fünf Tage getragen und anschliessend in einer warmen, geschützten Umgebung mit ausreichender Nahrungsverfügbarkeit abgelegt.
Die Inkubationszeit beträgt 42 bis 81 Tage. Die Weibchen betreuen den Nachwuchs nicht. Die Nymphen durchlaufen sieben Häutungen, bevor sie das Erwachsenenstadium erreichen, was etwa ein Jahr dauert. Erwachsene Blatta orientalis leben zwischen 34 und 180 Tagen, und die Paarung kann zu jeder Jahreszeit erfolgen.
Orientalische Schaben leben bevorzugt in feuchten Bereichen wie Kellern und rund um Bodenabläufe, die direkt nach draussen führen, da sie stark an Wasser gebunden sind. Diese Abläufe dienen häufig als Eintrittsstellen in Gebäude auf Nahrungssuche.
Im Freien kommen sie in der Nähe von Fundamenten, Kriechkellern, Innenhöfen und Stützmauern vor und ernähren sich von Abfällen und verrottendem organischem Material. Während Trockenperioden können sie ins Gebäudeinnere wandern, treten jedoch meist während der warmen Monate im Freien auf. Bei plötzlicher Kälte können sie ebenfalls ins Haus gelangen.
Orientalische Schaben verursachen Schäden, da sie sich in unhygienischen Bereichen wie Kanalisationen, Küchen und Badezimmern aufhalten und dort Lebensmittel, Oberflächen und Utensilien verunreinigen. Sie produzieren übelriechende Sekrete und übertragen Krankheitserreger, die Magen-Darm-Erkrankungen verursachen können.
Ihre Exkremente enthalten Allergene, die allergische Reaktionen wie Hautausschläge, tränende Augen, verstopfte Nase, Asthma und Niesen auslösen können.