Die Cimex lectularius, besser bekannt als Bettwanze, ist ein kleines, ovales, bräunliches Insekt, das sich vom Blut von Menschen oder Tieren ernährt. Erwachsene Bettwanzen haben flache Körper von etwa der Grösse eines Apfelkerns. Nach der Blutmahlzeit schwellen ihre Körper an und nehmen eine rötliche Farbe an.
Bettwanzen können nicht fliegen, bewegen sich jedoch schnell über Böden, Wände und Decken. Weibliche Bettwanzen können im Laufe ihres Lebens mehrere hundert Eier legen, wobei jedes Ei etwa die Grösse eines Staubkorns hat.
Unreife Bettwanzen, sogenannte Nymphen, häuten sich fünfmal, bevor sie ausgewachsen sind, und benötigen vor jeder Häutung eine Blutmahlzeit. Unter günstigen Bedingungen können sich Bettwanzen innerhalb eines Monats vollständig entwickeln und drei oder mehr Generationen pro Jahr bilden.
Das Leben einer Bettwanze beginnt mit einem Ei, das körnig und milchig weiss ist. Weibliche Bettwanzen legen ein bis fünf Eier pro Tag und können während ihres Lebens bis zu 500 Eier produzieren. Die Eier werden einzeln oder in Gruppen in enge Ritzen und Spalten abgelegt. Ein Ei ist etwa 1 mm lang und entspricht ungefähr der Grösse von zwei Salzkörnern. Innerhalb von zwei Wochen schlüpfen die Eier, und die jungen Bettwanzen beginnen sofort zu saugen.
Diese jungen Bettwanzen, die Nymphen, durchlaufen fünf Häutungen, bevor sie geschlechtsreif werden. Obwohl sie den adulten Tieren ähneln, sind sie kleiner und noch nicht fortpflanzungsfähig. Junge Nymphen sind gelblich-weiss, ältere Nymphen und adulte Tiere hingegen rötlich-braun. Für jede Häutung ist eine Blutmahlzeit erforderlich. Bei Raumtemperatur entwickeln sich die Nymphen innerhalb von etwa fünf Wochen zu adulten Tieren.
Ausgewachsene Bettwanzen nehmen in der Regel wöchentlich Blutmahlzeiten zu sich. Die Lebensdauer einer Bettwanze beträgt meist vier bis sechs Monate, kann unter kühlen Bedingungen und ohne Nahrung jedoch bis zu einem Jahr erreichen.
Der ideale Lebensraum von Bettwanzen kann praktisch jede Art von Gebäude sein. Befälle treten in Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern, Wohnungen, Hotels, Spitälern, Schulen, Universitätsgebäuden, Bürohäusern, Kinos und sogar in öffentlichen Verkehrsmitteln auf.
Auch Bekleidungsgeschäfte im mittleren bis gehobenen Segment können betroffen sein. Bettwanzen verstecken sich in Kleidung, Decken, Bettwäsche, Möbeln, Tapeten und Kunststoffmaterialien. Befallene Gegenstände weisen häufig Kotflecken auf, die auf ihre Anwesenheit hinweisen.
Bettwanzen sind für ihre Flüssigkeits- und Nährstoffversorgung auf Blut angewiesen. Sie saugen in der Regel alle 3–7 Tage, können jedoch mehrere Monate ohne Blutmahlzeit überleben. Sie werden durch das beim Atmen freigesetzte Kohlendioxid, Körperwärme, getrockneten Schweiss, Talgdrüsensekrete und Ohrensekrete angezogen.
Auch wenn Bettwanzen keine Krankheiten übertragen, können ihre Bisse gesundheitliche Probleme verursachen. Dazu gehören allergische Reaktionen, die in seltenen Fällen schwerwiegend sein können, etwa Anaphylaxie.
Sekundäre Hautinfektionen wie Impetigo, Ekthyma oder Lymphangitis können durch Kratzen entstehen. Zudem hat ein Bettwanzenbefall häufig erhebliche psychische Auswirkungen und führt nicht selten zu Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Stress.