Blattella germanica ist flach, oval geformt, besitzt sechs Beine und ein Paar Antennen. Die Körperlänge liegt bei etwa 1,3 bis 1,6 cm. Die Tiere kommen in verschiedenen Brauntönen vor und sind oft an zwei dunklen Streifen auf dem Pronotum zu erkennen.
Blattella germanica besitzt panoistische Ovarien. Das bedeutet, dass der Ovarialfollikel ausschliesslich aus einer Keimzelle (Oozyte) besteht, die von einer einschichtigen Lage follikulärer Zellen umgeben ist (die basalste Ovarform bei Insekten).
Die Art vermehrt sich kontinuierlich: Weibchen legen im Verlauf ihres Lebens bis zu fünf Ootheken ab. Die Eikapsel ist etwa 8 mm lang, 3 mm hoch und 2 mm breit, braun, taschenförmig und enthält typischerweise 30–40 Eier.
Die Eier werden von der weiblichen Schabe in der Oothek bis kurz vor dem Schlupf getragen. Die Oothek ragt am Hinterende des adulten Weibchens heraus, und die Nymphen schlüpfen häufig, während das Weibchen die Kapsel noch trägt.
Die Deutsche Schabe hat einen kurzen Lebenszyklus und unter Optimalbedingungen könnte ein einziges Weibchen theoretisch innerhalb eines Jahres mehr als 10 Millionen Weibchen hervorbringen und in 11–12 Jahren mehr als 10 Milliarden. Im Durchschnitt leben Männchen bis zu 130 Tage und Weibchen bis zu 150 Tage.
Die Deutsche Schabe lebt in gemässigten oder tropischen Klimazonen. Sie bevorzugt warme, feuchte Bedingungen und ist ausschliesslich terrestrisch. Sie besiedelt unterschiedliche Lebensräume – von sehr feuchten Bereichen wie Regen- und Buschlandschaften bis hin zu etwas trockeneren Zonen wie Taiga und Chaparral.
Sie kommt zudem in natürlichen Habitaten wie Wäldern und Höhlen sowie in urbanen, suburbanen und ländlichen Umgebungen vor. Kälte ist einer der wichtigsten limitierenden Faktoren. Im Durchschnitt wird sie in etwa 1’200 Metern Höhe gefunden und tritt aufgrund tiefer Temperaturen und Trockenheit in der Regel nicht über 2’000 m auf.
Diese Insekten fressen nahezu alles, bevorzugen jedoch bestimmte Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln und Getreide. Zudem fressen sie Zahnpasta, Seifen, Tierfutter, Bucheinbände und Klebstoffe.
Deutsche Schaben sind mehr als nur lästig: Sie stehen im Zusammenhang mit der Übertragung von Krankheiten, da sie Keime tragen können. Diese Keime gelangen auf Lebensmittel und auf häufig berührte Oberflächen.
Es ist bekannt, dass Schaben mindestens 33 verschiedene Bakterienarten, sechs Arten parasitischer Würmer und mindestens sieben weitere humanpathogene Erreger verbreiten können. Zudem enthalten Speichel, Kot und zerfallende Körper Proteine, die Allergien auslösen und Asthmasymptome verstärken – insbesondere bei Kindern.